Konzert am Volkstrauertag

Antonín Dvořák  – Requiem op. 89

Sonntag, 17.11.2019, 17.00 Uhr

Dvořák hat sein Requiem in seiner fruchtbarsten Schaffensperiode komponiert. Es ist ohne eine liturgische Bindung und ohne eine entsprechende Gedenkfunktion als Auftragswerk für das „Birmingham Triennial Music Festival“ entstanden. Am 8. Oktober 1891 fand dort die Uraufführung im Konzertsaal statt.
Dvořák indes setzt sich in diesem Meisterwerk trotz des weltlichen Anlasses keinesfalls über die katholische Tradition hinweg. Textliche Vorlage ist wie bei den meisten Vertonungen die „Missa pro defunctis“ mit ihrer standardisierten Reihenfolge.  Diese Reihenfolge teilt Dvorak in zwei Teile und dreizehn Einzelsätze auf, von denen allein sechs Sätze auf das zentrale Element des Requiems, die Sequenz „Dies irae“ entfallen.
Dvořák eröffnet und schließt das Werk mit einem leisen Klagemotiv, das in Halbtonschritten in rhythmisierter Unbestimmtheit den Ton g umspielt. Dieses Motiv durchzieht gleichsam in leitmotivischer Funktion das gesamte Werk, sei es als ganzes oder auf die ersten zwei Takte begrenzter Ausschnitt. Es steht als „schmerzlicher Seufzer“ symbolisch für den Tod. Innerhalb der beiden Pole Anfang und Ende spielt sich eine Fülle musikalischer Gestaltungen ab. Lyrische, eher meditative Episoden wechseln sich mit dramatischen Abschnitten ab. Das erlösende österliche Moment nimmt die Gegenposition zur Dramatik des Todesmotivs ein. Opernhafte Züge treffen auf eher volkstümliche und choralartige Eigenarten im kompositorischen Satz und in melodischer Gestaltung. Er verwendet prononciert einfachen homophonen Satz zur effektvollen Herausstellung und Deklamation des Texts, um dann unmittelbar darauf wieder in kontrapunktischen Abschnitten fortzufahren. Das Ganze erklingt in großer romantischer Orchesterbesetzung mit Orgel und Schlaginstrumenten, in der über weite Strecken die eher dunkleren Töne überwiegen. Es ist ein großes berührendes Werk, das keinesfalls nur im Konzertsaal gespielt werden sollte. Aus tiefer Frömmigkeit geboren hat es auch in der Kirche seinen Platz.


Montag, 11.11.2019, 19.30 Uhr
Sebalder Saal im eckstein

ET LUX PERPETUA LUCEAT EIS

Einführung in Antonín Dvořáks Requiem op. 89
Hanns Christof Brennecke, Jörg Krämer und Bernhard Buttmann
(in Zusammenarbeit mit der „evangelischen stadtakademie Nürnberg“


KARTENKAUF

Der Eintrittspreis für die Einführung im Sebalder Saal im Eckstein beträgt  € 5,00 / ermäßigt € 3,00. Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich.

Die Eintrittspreise für das Konzert gehen von € 36,00 bis € 12,00 / ermäßigt € 9,00. Weitere Informationen bitte ich der Rubrik KARTENVORVERKAUF / PREISE / SITZPLAN zu entnehmen.
Karten für alle Konzerte erhalten Sie wie immer an den Vorverkaufsstellen:
i-Punkt im eckstein, Burgstr. 1-3, Tel: 0911-214 21 40
NN Ticket Corner Mauthalle, Hallplatz 2, Tel: 0911-216 22 98
Kultur Information im KunstKulturQuartier, Königstr. 93, Tel: 0911-231 40 00
und an weiteren Vorverkaufsstellen.
Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn.
Wie zu den anderen Konzerten können Sie Ihre Eintrittskarten auch über das Internet bestellen unter dem Link: www.reservix.de
Das Ticket gilt auch als VGN-Fahrkarte 4 Stdn. vor der Veranstaltung bis Betriebsschluss (gesamter Verbundraum, im Schienenpersonenverkehr 2. Kl. zuschlagfreie Züge).