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Aus dem Nebel der Geschichte kommt Sebaldus. Als Einsiedler oder Pilger hat er wohl im Wald rund um Nürnberg gelebt. Vor knapp tausend Jahren pilgern zum ersten Mal Menschen zu seinem Grab und erfahren dort Gutes und Heilungen. Ein Märtyrer war er nicht, aber ganz offensichtlich fühlen sich viele Menschen bei ihm gut aufgehoben - so gut, dass die Nürnberger ihre erste Pfarrkirche an seinem Grab bauen und ihr seinen Namen geben, schon lange, bevor er auch offiziell heilig gesprochen wurde. Für die lutherisch gewordenen Nürnberger war der Heilige nicht mehr so wichtig, trotzdem hüteten sie sein Grab auch in den Zeiten der schlimmsten Auseinandersetzung zwischen Katholiken und Evangelischen. Gerade in Zeiten, in denen es die ökumenische Idee etwas schwieriger hat, bleibt Sebaldus und ein Symbol für die Verbindung und Verbundenheit zwischen den Konfessionen. und vielleicht wird ihm eines Tages ja zu den vielen Wundern, die von ihm erzählt werden, auch ein neues Wunder zugeschrieben, dass Katholiken und Protestanten auch ganz offiziell miteinander Abendmahl feiern können.
mehr zu Leben und Verehrung des Sebaldus
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