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Kurz nach seiner Rückkehr nach Nürnberg beendete Veit Stoß im Jahr 1498/1499 seine Arbeit an der Volckamerschen Gedächtnisstiftung südlich des Ostchorhauptes. Zwischen Abendmahl und Gefangennahme steht im Zentrum des Steinreliefs das Gebet Jesu im Garten Gethsemane. Die Stiftung und Auswahl der Szenen hing eng mit der spätmittelalterlichen Frömmigkeit und den damaligen gottesdienstlichen Formen zusammen. So stiftete der Auftraggeber des Bildes, Paul(us) Volckamer zusätzlich eine Abendmahls- und Angst-Christi-Andacht, die an jedem Donnerstag das Geschehen in der Nacht des Gründonnerstags vergegenwärtigen sollte. Die betonte Menschlichkeit und Todesangst der Jesusgestalt in der Gethsemane-Szene sollte den Gläubigen die Möglichkeit geben, sich in Christus hineinzuversetzen und in Bedrängnis seinem Beispiel zu folgen und zu beten. Dramatisch und facettenreich gestaltete Veit Stoß die Gefangennahme Jesu: Der Strick, den ein Soldat der übergroßen Jesusgestalt um den Kopf legt, erinnert an einen Heiligenschein.

Zur Volckamerschen Gedächtnisstiftung gehören auch die beiden Eichenholzfiguren oberhalb des Steinreliefs: Der Schmerzensmann tröstet als Auferweckter, der seine Leiden bereits überwunden hat, die Schmerzensmutter Maria.