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In elf Jahren fertigten Peter Vischer d.Ä. und seine Söhne Peter und Hermann mit dem Sebaldusgrab das schönste gegossene Kunstwerk nördlich der Alpen an. Mindestens seit dem Jahr 1488 wurde ein gegossenes Messinggrabmal für den Stadtheiligen Sebald geplant. 1507 wurde der endgültige Beschluss gefasst, „das Gehäus zu des Heiligen Himmelsfürsten Sebolten Sarch von Messing zu machen“. Die beteiligten  Nürnberger Patrizier und der Sebalder Kirchenmeister Sebald Schreyer steuerten zu den Gesamtkosten von 3145 Gulden 2335 aus ihrem Privatvermögen bei. Der Rest sollte durch die Stadtkasse aufgebracht werden. Insgesamt kostete das Grab etwa viereinhalb Mal so viel, wie das Dürerhaus mit rund 700 Gulden. Es wurde zu einem Meisterwerk der Nürnberger Gießkunst der Renaissance, das in seinem Bildprogramm äußerst kühn ist.